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F.Liszt. Sonate h-Moll
Eine enge Verbindung zum Kunstforum pflegt seit langem der russische Pianist und Komponist Dmitrij Romanov. Seine Interpretationskunst basiert auf der Denkweise eines Komponisten, der die Ausdrucksmittel sorgfältig aufspürt und analysiert. Und er machte es sich nicht leicht mit Liszts h-Moll-Sonate, trieb die extremen Ausprägungen auf die Spitze, zumal ihm seine spieltechnischen Möglichkeiten kaum Grenzen setzen. Mit extremem Rubato formte er plastisch, beschleunigte immer wieder bis zur Raserei, ließ brüske Ausbrüche geradezu detonieren, konnte aber auch mit unendlicher Geduld Klangspuren nachhören oder düster grollende Gewitter mit schier berstender Spannung ankündigen. Seine akkordischen Apotheosen beeindruckten mit monumentaler Größe.
(Süddeutsche Zeitung von 26.05.2019)

Pianist Dimitrij Romanov warf sich nun am Steinway Flügel man möchte fast sagen todesmutig impulsiv und voll auf Risiko gehend in die gewaltige halbe Stunde von Franz Liszts Sonate h-Moll. Da hatte endlich einmal einer den Mut und die Chuzpe, allen Effekt hochvirtuos auszukosten und sich aber auch Zeit zu nehmen für das ganz große Geheimnis des Werks. Das war gelebte Musik, nicht die gekonnte Wiedergabe von Abrufbarem, sondern genauso gekonnt jeder Klavieraugenblick als entscheidend und wegweisend und ganz im Jetzt, als große Klaviermusik die es nur in diesen Momenten gibt gespielt. Selbst wenn man das Werk durchgehend antizipierend kennt, immer zu wissen glaubt was kommen muss – Romanov verblüffte mit Schattierungen und präsenter Energie, sodass man gebannt vom ersten bis zum letzten Ton mitfiebern konnte.
(Capriccio Kulturforum von 26.05.2019)

Dmitrij Romanov, der russische Pianist vermochte deutlich zu machen, dass die reifen Klavierstücke op. 119 von Brahms durchaus Bildhafte und vor allem erzählerische Züge annehmen können. Romanovs empfindsames und feinnuanciertes Spiel spürte viele Details auf, zart rieselnd, verhalten heiter, melancholisch verschattet oder mit wuchtiger Kraft, dass man sich bildhaften Vorstellungen nur schwer entziehen konnte.
(Süddeutsche Zeitung von 09.08.2018)

Süddeutsche Zeitung von 04.05.2017

Dmitrij Romanovs Violinen-Schlagzeug-Duo glänzte mit dem hohen technischen Anspruch an die Violinistin und bestach mit wunderschönen filigranen Dialogen der Instrumente.
Starnberger Merkur 26.09.2011

… Ganz anders dagegen das Moderato des Duos von Dmitrij Romanov, der als Pianist in der Region bekannt ist. Virtuos durchschritten Schil­de und Sahnen die großen, suggestiven Tonräume des Russen.
Süddeutsche Zeitung 26.09.2011

Nun versenkte sich der in Moskau geborene Dmitrij Romanov in Kostproben aus den “Année de pèlerinage”. Sanft gestaltete er bei “Sposalizio” (nach „Maria Vermä Vermählung von Rafael), Passagen in dolce, dolce armonioso und dolcissimo, energisch ein Crescendo bis zu Fortefortissimo. Petrarca-Sonette überzeugten als freundlicher Ausdruck für Giücksgefühl, als schmerzliches, zu Dramatik gesteigertes Espressivo, als meditativer Ruhepunkl. Er meisterte die “Fantasia quasi sonata” mit hämmernden Akkorden und fulminanten Gewaltpassagen wie dann betörend kantablen Momenten.
Starnberger Merkur 25.05.2011

“Der geistigen Versenkung widmete Dmitrij Romanov seinen Beitrag. Seine perfektionistische, intellektuelle Interpretation ließ einige Teile aus „Années de pèlerinage“ expressive bis Monumentale anwachsen.“
Süddeutsche Zeitung 23.05.2011

 Der Russe Dmitlij Romanov wählte indes Etüden mit Titeln – Schmetterling, Oktaven, Sturm – und überzeugte mit großer Bandbreite im Ausdruck von Heiterkeit über zarte Sanglichkeit bis hin zu toben­den Kapriolen. Ein weit offener Zugriff, doch mit Bedacht geformter und von schlüssiger Stilistik.
Süddeutsche Zeitung 07.06.2010

Treue fürs rare Klassik-Angebot, die eine überraschende Belohnung erfuhr, weil Dmitrij Romanov eine hörenswerte Darstellung von Rachmaninoffs drittem Klavierkonzert gelang. In diesem Titanenakt setzte der junge Pianist nicht auf Pathos und pure Pranke, sondern ließ ein feinsinnig durchdrungenes, hoch lyrisches Werk erleben. Nicht explosiv, aber doch mit expressiver Kraft und blitzender Klarheit, sowohl in den Akkordkaskaden als auch im rasenden Presto.
Südwest Presse